Kurz vor Weihnachten erlebten unsere Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe eine inspirierende Woche im Kerschensteiner Kolleg, dank der großzügigen Unterstützung der Langmatzstiftung. Das Kerschensteiner Kolleg befindet sich auf der Museumsinsel in München und bietet einzigartige Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften und Technik. Mit vielfältigen Methoden wie Fachvorträgen, interaktiven Modellen, Experimenten und Gruppenarbeiten wird das Lernen lebendig und anschaulich gestaltet.

Nachdem unserer Schülerinnen und Schüler ihre Zimmer bezogen hatten, begann unsere Reise mit einer eindrucksvollen Übersichtsführung, die sofort Begeisterung weckte.

Am zweiten Tag tauchten die Jugendlichen tief in die Welt der Wissenschaft ein. Im Museumslabor isolierten sie ihre eigene DNA und erforschten im Bereich Geriatronik die vielschichtigen Aspekte von Robotik und Ethik. Dies schloss eine praktische Erfahrung mit dem Programmieren eines Roboterarms und die Erarbeitung von Problemlösungsansätzen ein. Das breite Angebot, inklusive Besuche im Planetarium und verschiedenen Vorführungen, sorgte dafür, dass für jede und jeden etwas dabei war.

Der dritte Tag stand im Zeichen der menschlichen Gesundheit. Die Schülerinnen und Schüler entdeckten historische Artefakte wie die mittelalterliche Lederbrille und diskutierten zeitgenössische Themen wie die Nutzung von Kopfhörern. Sie lernten wichtige Persönlichkeiten der Medizingeschichte kennen und setzten sich mit alten Heilmitteln auseinander. Die Verbindung zur lokalen Geschichte wurde durch den Vergleich mit der historischen Apotheke in Ettal hergestellt.

Höhepunkt des vierten Tages war ein Livevortrag von Prof. Dr. Anton Zensus über schwarze Löcher. Zusätzlich bot dieser Tag eine einzigartige Verbindung von Mathematik und praktischer Anwendung im Workshop Mikrochip, wo die Schülerinnen und Schüler spielerisch mathematische Phänomene erarbeiteten und technisches Verständnis durch den Bau von Schaltungen und das Experimentieren mit LED-Lampen vertieften.

Am letzten Tag erkundeten die Jugendlichen die Bereiche Musik und Chemie. Sie erlebten die Entwicklung der Tasteninstrumente und durften selbst verschiedene Instrumente ausprobieren. In einer fesselnden Science Show zum Thema Stickstoff zeigten sie beeindruckendes Verständnis für naturwissenschaftliche Prozesse.

Diese erlebnisreiche Woche wird zweifellos nachhaltige Impulse für den naturwissenschaftlichen Unterricht setzen. Unser Dank gilt erneut der Langmatzstiftung, die dieses wertvolle Bildungserlebnis ermöglichte.

(Regine Graml / gekürzte Fassung: Stefan Hofmann)

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