P. Ludwig Babenstuber (1660-1726)

Ludwig Babenstuber wurde geboren 1660 (genaues Geburtdatum sowie Taufnamen sind unbekannt) in Deining, ca. 20 Kilometer südlich von München. Nach den Gymnasialstudien erfolgten Klostereintritt in Ettal 1681 und Profess am 15. November 1682. Die Priesterweihe erhielt er gemeinsam mit Fr. Romuald Haimblinger in Freising am 24. September 1689 nach dem Abschluss seiner Studien der Theologie und Philosophie an der Benediktineruniversität Salzburg. Dort hatte er zusammen mit Fr. Romuald Haimblinger den Dr. theol. am 30. 8. 1689 erworben.

Bald begann P. Ludwig seine akademische Lehrtätigkeit. Er lehrte von 1690-92 und von 1695-1716 an der Universität Salzburg. Von 1692-1695 dozierte er Philosophie im Augustinerchorherrenstift Schlehdorf. Im Jahre 1695 erhielt er einen Ruf an die Universität Salzburg. Seine Lehrtätigkeit in Salzburg umfasste folgende Fächer: Physik und Philosophie (1690-1692), Moraltheologie (1695-1702), scholastische Theologie bzw. Dogmatik (1703-1710) und Exegese (1710-1716). Im Jahre 1716 kehrte er von Salzburg nach Ettal zurück und übte das Amt eines Novizenmeisters aus.

In Salzburg hatte er während fünf Jahren auch die Ämter eines Dekans der theol. Fakultät (1698-1699; 1703-1704; 1706-1707; 1710-1711 und 1714-1715), der philosophischen Fakultät (1691-1692), eines Regens des theologischen Konvikts sowie des Prokanzlers (1709-1716) und für drei Jahre eines Vizerektors der Universität bekleidet. Die genauen Daten seiner Amtsperiode als Vizerektor lassen sich aus den Quellen nicht erschließen. Die Rotulae sprechen lediglich davon, dass P. Ludwig sechs Jahre lang Prokanzler, drei Jahre Vizerektor und acht Jahre lang Regens des Konvikts der Religiosen gewesen sein soll. Es heißt in "Triennium Archiepiscopalis Universitatis Salisburgensis", einer zeitgenössischen Quelle aus dem Jahre 1712, dass P. Ludwig "ab anno 1706" das Amt des "Scripturarius" und "ab anno 1703" des "Theologus scholasticus" innehatte.

P. Ludwig Babenstuber starb am 5. 4. 1726 in Ettal.

P. Ferdinand R. Gahbauer, © Ettal 2001